Kräuterhof Falkenhain - Herzlich Willommen!

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01.07.2008

Pflanze und Rezept des Monats Februar

 

Kiefer
 

 

 

Die Pflanze

Die Bäume dieser artenreichen Familie unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe sehr voneinander. Von der Mittelmeerpinie über die besondere Kanarische Kiefer hin zu den verschiedenen heimischen Arten. Die bekanntesten sind hierzulande die Gemeine Kiefer und die Schwarzkiefer. Beide haben paarige Nadeln. Zu erkennen sind sie an den in Büscheln stehenden recht langen Nadeln.


 

Namen und Geschichte

Lat: Pinus var. Volksnamen: Föhre, Forche, Forle, Führe

Der gebräuchlichste Name "Kiefer" ist zusammengesetzt aus Kien-Föhre, das bedeutet harzreiche Föhre oder auch Fackel aus Kiefernholz. Kienspäne sind uns heute noch ein Begriff, sie wurden früher, als es noch keine Streichhölzer gab, zum Feuer entzünden gebraucht. Kiefern sind sehr harzreich, dieses Harz ist auch ein wichtiger Rohstoff und der Ursprung für Bernstein – Kiefern gab es bereits in den Urzeitwäldern.

 

Sammelzeit und Verwendung
Verwendet wird sowohl für medizinische Zwecke wie in der Küche besonders der Maiwuchs. Die noch weichen Nadelbündel an den Zweigspitzen werden im Mai vor Entfaltung der Nadeln gepflückt. Dabei beschränkt man sich möglichst auf die unteren Zweige großer Bäume, um die Pflanzen nicht unnötig zu schädigen. Für Zapfenlikör werden auch die grünen, noch weichen Zapfen verwendet. Die nur im Mittelmeerraum vorkommende Pinie liefert auch reife Samenkerne. Die Kerne der heimischen Kiefern sind leider zu klein, aber auch essbar.

 

Konservierung

Der Maiwuchs und die grünen Zapfen werden frisch verarbeitet und oft entsteht daraus Haltbares.

 

Bäume im Garten

In vielen Gärten haben sich in den letzten Jahren die pflegeleichten Koniferen immer weiter durchgesetzt. In einem naturnahen Garten in unseren Breiten haben sie eigentlich nichts zu suchen, wobei gegen einen schönen Einzelbaum nichts zu sagen ist. Aber Vorsicht, die Flachwurzler nehmen viel Wasser weg.

 

Hausapotheke

Das enthaltene harzige ätherische Öl wirkt lindernd bei Hautreizungen und kuriert vor allem Bronchialkathar. Dazu inhaliert man, verwendet Bonbons oder Hustensirup. Einreibungen entspannen die Muskulatur und sind Balsam für kalte, schweißige und müde Füße.

 

Küchentipps und Spezialrezepte

Der harzige Geruch und Geschmack erinnert an die typischen Verwendungen der Hausapotheke – an Fußbad oder Hustensirup. Trotzdem ist nicht nur dieser selbst hergestellte Sirup sondern auch z.B. das Gelee aus Kiefernspitzen sehr lecker.

 

Kiefernnadelgelee

1 Litermaß Kiefernspitzen, 1l Wasser, Saft einer Zitrone, 1kg Gelierzucker

Wasser und Kiefernspitzen aufkochen, abkühlen lassen und abseihen. Das Wasser, den Saft und Gelierzucker zusammen aufkochen, abfüllen.

 

 

 

 

 

 

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© by Grit Nitzsche 2010
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