Kräuterhof Falkenhain - Herzlich Willommen!

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27.02.2010

Pflanze und Rezept des Monats März


 

Scharbocks-

kraut

 

 

 

Die Pflanze

Die Pflanze mit ihren herzförmigen glänzenden Blättchen und den gelben Blütensternen bildet im Frühjahr ganze Teppiche an Bachrändern und in feuchten Wäldern. Die zerriebenen Blätter sind fast geruchlos im Gegensatz zu der ebenfalls essbaren, eher auf Wiesen gedeihenden Gundelrebe.


 
Namen und Geschichte

Lat: Ficaria verna Volksnamen: Feigwurz oder Feigwarzenkraut.

In älteren Kräuterbüchern ist nachzulesen, dass die Anwendung der frischen Wurzeln und Blätter Feigwarzen vertreiben soll. Belegt ist dagegen der besonders hohe Gehalt an Vitamin C, so wurde die Pflanze gegen Skorbut eingesetzt, daher der Name Scharbockskraut.

 

Sammelzeit und Verwendung

Gesammelt werden die Blätter und eventuell die Knospen vor der Blüte. Je früher desto besser, denn während der Blüte reichert sich das für den Menschen giftige Protoanemonin an, das zu Magenverstimmung und Durchfall führen kann. Deshalb ist die Pflanze in der Literatur oft als giftig eingestuft. Kein Grund, sich diese erste Köstlichkeit entgehen zu lassen, solange man sich „beim pflücken kalte Finger“ bekommt.

 

Konservierung

Die Knospen lassen sich wie Kapern einlegen. Die köstlichen Blätter sollte man jedes Frühjahr frisch nutzen so oft es geht, bis die kurze Zeit vorbei ist.

 

Kräuter im Garten

In einer feuchten schattigen Ecke lässt sich Scharbockskraut ansiedeln, wenn man einfach einige der Wurzelknöllchen im Wald sammelt und in leichten humosen Boden pflanzt.

 

Hausapotheke

Von der anzuzweifelnden Wirkung gegen Warzen abgesehen ist Scharbockskraut vor allem als eines der ersten frischen Kräuter ein ausgezeichneter Vitamin C-Lieferant.

 

Küchentipps und Spezialrezepte

Scharbockskraut ist roh genossen wirklich eine Delikatesse. Die zum Teil langen Blattstiele sollten etwas abgezupft werden. Dann kann es zu jeder Art von Salaten genutzt werden: Mit Vinegrette, Joghurt- oder Sahnesauce, in Kartoffel- oder Käsesalat.

Außerdem lässt es sich auch als Blattgemüse leicht andünsten, würzen und mit saurer Sahne verfeinern.

 

Rahm-Möhrensalat mit Scharbockskraut

6 Möhren, 1/8l Schlagsahne, 2 Hände voll Scharbockskrautblättchen

Die Möhren grob raspeln, die gewaschenen Blätter zufügen, mit Sahne übergießen und gut durchmischen.

 

 

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© by Grit Nitzsche 2010
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